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Objekte der Kusu, D. R. Kongo
Objects of Kusu-Art, Congo:


Kusu Ahnenfigur Kongo Kusu Hocker Stool Kongo Kasongo Kusu Figure Congo
Grosse Ahnenfigur 50103 Kusu Hocker stool 50101 Kusu-Kasongo
Figur 21110


Der verhältnismässig kleine Volksstamm der Kusu siedelt in der südöstlichen Region der Demokratischen Republik Kongo zwischen den Flüssen Lomami und Lualaba. Die Kusu leben in verstreuten Siedlungen mit dezentraler Führung durch einzelne Dorfvorsteher. Geschichtlich hat dieser Stamm, der vermutlich von den Mongo abstammt, eine weite Migrationsbewegung vom nördlichen Kongo in das heutige Siedlungsgebiet hinter sich gebracht. Die Wanderungsbewegung hat die Kusu mit zahlreichen Stämmen in Kontakt kommen lassen und ebenso deren Kunst stark beeinflusst. So sind die Ahnenfiguren der Kusu stark von den benachbarten Luba und Hemba beeinflusst, weitere stilistische Einflüsse, besonders in Bezug auf die Körperhaltung, sind auch durch die Songye zu erkennen, dessen Stammesgebiet die Kusu einst durchwanderten. Neben den bekannten Ahnenfiguren sind, in ähnlicher stilistischer Form ausgeführte, jedoch meist kleinere, Fetischfiguren typisch. Diese Fetische sind mit einem vertieften Kopfaufsatz versehen, dieser diente zur Aufnahme von Medizin. Ein als Halbfigur abgewandelter Fetisch ist der meist kleinformatige kakudji der nicht immer mit der Medizinvertiefung ausgeführt ist und stilistisch stärker abstrahiert ist. Trotz der Ähnlichkeiten unterscheiden sich die Figuren der Kusu von denen der Luba und Hemba in einigen Details: Luba und Hemba Figuren sind meist mit einer kreuzförmigen bzw. mit Querbalken ausgeführten Frisur am Hinterkopf versehen, die Frisuren der Kusu sind eher auf dem Kopf aufliegend dargestellt, ebenso können die Gesichtszüge oft etwas weicher und weniger stark vergeistigt ausfallen. Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal ist die bereits erwähnte Vertiefung des Kopfaufsatzes zur Aufnahme von Medizin der sowohl bei den Luba als auch bei den Songye in dieser Form untypisch ist.

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